“In der Stille angekommen werd ich ruhig zum Gebet. Große Worte sind nicht nötg, denn Gott weiß ja wie’s mir geht.
Danken und loben, bitten und flehn, Zeit mit Gott verbringen, die Welt mit offenen Augen sehn, reden, hören, fragen verstehn, Zeit mit Gott verbringen,die Welt mit Seinen Augen sehn.”
(1. Strophe; Text: Christoph Zehender)
Dieses Lied trifft das Thema unserer Freizeit – “Lebendiges Gebet” – genau auf den Kopf. Nachdem wir es dort mehrmals gesungen haben, will es mir einfach nicht mehr aus dem Sinn gehen…
Das Programm war sehr inhaltreich und vielseitg, sowie sorgfältg gestaltet von unseren talentierten und fleißigen Mitarbeiterinnen, die alles nicht nur geplant und organisiert haben, sondern auch selbst bei der Ausführung Hand anlegten. Ganz unfassbar fand ich die verschiedenen Talente, die zum Vorschein kamen – von den weltklasse schmeckenden selbstgebackenen Kuchen – die nun leider nicht mehr sind – über das Basteln eines professionell aussehenden, stilvollen Gebetsbuches, dem Malen von bedeutungsvollen Aquarellen, bis hin zu erstklassigen Referaten, sowie verschiedenen Workshops über das lebendige Gebet. All das fügte sich musikalisch zusammen in einer wundervollen Anbetungszeit, mit Instrumenten, Stimmen und Herzen. Und – last but not least – unsere eifrigen und kreativen Fotografen, die richtig tolle Fotos gemacht haben, damit wir uns später an die schöne Zeit miteinander erinnern können. Und wir sehen sogar alle gut aus darauf, finde ich.
Mein größtes Erlebnis an diesem Wochenende war das Empfinden von Wärme und Angenommensein. Das zog sich wie ein roter Faden durch all die Aktivitäten – wie eine von meinen 25 “neuen” Freundinnen/Schwestern (einige von der Stadtmission in Swakopmund) es in unserer WhatsApp- Gruppe ausgedrückt hat: “Danke für jedes Gespräch, jedes Lächeln, jede Minute, geteilt mit ‘Special’ Momenten. Jeden “Drückie” und auch jede Träne…” Leider konnten einige nicht kommen, bzw. mussten wegen eines Notfalls abreisen. Wir haben sie aber schmerzlich vermisst und für sie gebetet! Apropos Gebet – wir haben gelernt: es gibt verschiedene Arten zu beten, und das äußert sich dann häufig auch individuell in den Gaben, die Gott uns mitgegeben hat.
Da wir uns mitten in der Natur aufhalten durften, möchte ich nicht versäumen, den “Gebetsweg” zu erwähnen, der über verschiedene Gebetsstattionen hinauf auf den Berg zum Kreuz führt, daher wohl auch der Name „Rock Lodge“. An den einzelnen Stationen konnte man innehalten, Gott begegnen, mit Ihm reden, oder einfach still sein und Seine großartige Schöpfung bewundern – unter anderem einen Sonnenaufgang oder -untergang und den überwältgenden Sternenhimmel. Zum Abschluss feierten wir am Sonntag miteinander den Gottesdienst in unserem umwerfend dekorierten Tagungsraum und teilten das Abendmahl miteinander. Und keine von uns ist gegangen, wie sie gekommen ist, sondern anders… besser – und gesegnet. Sicher!
Dieser Bericht wurde verfasst von: Conny Mierse