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„Siehe, ich mache alles neu!“ – Ein Hoffnungs-Impuls von Steffi vom Ende (Text & Audio) zur zur Jahreslosung 2026

🎧 Den Beitrag lieber anhören? Hier findest du die Audio-Version dieses Impulses:

Steffi vom Ende (Diakonin)

Wir freuen uns doch alle über etwas Neues – gerade ist Weihnachten vorbei und bestimmt hast du etwas Neues geschenkt bekommen: ein neues Buch, ein neues Kleidungsstück, neue Ohrringe oder ein neues Parfüm …

Wir brauchen immer mal wieder etwas Neues, das unser Leben schön macht … nicht nur im materiellen Sinne gemeint, sondern auch übergreifend: neue Erlebnisse und Erfahrungen, z. B. durch eine Reise, neue Begegnungen mit Menschen, von denen wir lernen können, neue Herausforderungen, die uns persönlich wachsen lassen, und neue Perspektiven, die uns neue Wege und Möglichkeiten aufzeigen. Das kann eine neue Arbeitsstelle oder eine neue Wohnung, vielleicht sogar an einem neuen Ort sein – dann ist das Alte beendet, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es kann befreiend sein, etwas Altes hinter sich zu lassen und in etwas Neues zu starten.

Wenn ich früher mit meiner Mutter telefoniert habe, dann fragte sie meistens: „Gibt es was Neues?“ Wir Menschen sind an Neuem interessiert und möchten Neuigkeiten nicht zuletzt erfahren.

Ohne etwas Neues – 

neue Veränderungen, neue Impulse, neue Ideen – wird das Leben langweilig und alles bleibt beim Alten. Wir bleiben immer im gleichen Trott … Wir brauchen die Abwechslung … und manchmal sogar eine radikale Veränderung der Lebensumstände.

Doch wir brauchen noch mehr! Im Tiefsten unseres Herzens sehnen wir uns danach, neu zu werden – neu im Sinne von heil. Auch wenn uns das vielleicht nicht wirklich bewusst ist. Wie viele alte Verletzungen – Scherben aus der Vergangenheit – tragen wir oft mit uns herum, die uns das Leben schwer machen und uns blockieren, die uns die Freude und den Frieden rauben?

Jesus sagt in Offenbarung 21, 5: „Siehe, ich mache alles neu!“ Das ist auch die Jahreslosung für dieses Jahr. Was meint er damit?

Dieser Ausspruch steht so ziemlich am Ende der Bibel. Jesus spricht diese Worte im Blick auf Gottes neue Welt. Sie sollen uns bewusst machen: Leid, Ungerechtigkeit, Krankheit, Schuld und Tod haben nicht das letzte Wort. Für uns heute bedeutet das: Auch wenn unsere oder deine Welt zerbrochen wirkt, ist sie nicht verloren. Gott steuert auf eine vollständige Erneuerung zu.

Doch diese wunderbare Zusage „Siehe, ich mache alles neu!“ gilt nicht nur für die Zukunft, sondern beginnt bereits jetzt in der Gegenwart … und sie gilt auch dir ganz persönlich! Gott möchte dich innerlich erneuern, ER will dir Vergebung, einen neuen Anfang und eine neue Identität schenken.

Jesus poliert und erneuert nicht nur die Oberfläche, sondern ER blickt tiefer – direkt in dein Herz … Er will dein Herz neu machen und dir Hoffnung geben in diesem Leben und über dieses Leben hinaus! Das können neue materielle Dinge und schöne Erlebnisse, so wertvoll sie auch sind, nicht bewirken … sie schaffen nur kurzfristige Freude.

Jesus sagt nicht: „Ich repariere alles“, sondern: „Ich mache alles neu.“ 

Das bedeutet, Gott gibt dem Alten nicht einfach einen neuen Anstrich, Er überdeckt das Leid nicht, Er nimmt das Zerbrochene ernst und schafft etwas qualitativ Neues – frei von dem, was zerstört. Gott klebt nicht einfach alle Scherben wieder zusammen. Nein – Er schafft ein Neues! Das heißt konkret:

 Deine Vergangenheit muss dich nicht bestimmen, dich nicht festlegen. Bei Gott ist echte Neuschöpfung möglich – ein echter Neuanfang. Gott definiert dich nicht über dein Gestern, sondern über SEIN Heute.

Besonders im Alten Testament wird deutlich, dass Gott ein Gott der Neuanfänge ist … immer wieder beginnt Er neu mit einzelnen fehlerhaften Menschen, z. B. Abraham oder Jakob, und mit seinem Volk. Doch der größte Neuanfang Gottes mit den Menschen fand am Kreuz von Golgatha statt, wo Er uns durch seinen Sohn Jesus Christus das ultimative Angebot der Versöhnung macht.

„Siehe, ich mache alles neu“ ist ein starker Trost für alle, die Trauer, Enttäuschung oder Ungerechtigkeit erlebt haben und den Mut verloren haben, neu anzufangen. Denn Gott sieht das Leid, Er bewahrt es nicht für immer, Er wird es verwandeln – das gibt Halt, auch wenn man Antworten noch nicht sieht.

Glaubst du es für dich ganz persönlich, dass Gott alles neu macht – dass ER in der Lage dazu ist, alles neu zu machen, dass ER auch dein Leben und dein Herz erneuern möchte? Nicht theoretisch, sondern ganz praktisch; du darfst es selbst erfahren. Sprich mit IHM und gib IHM deinen Schmerz, deine Verletzungen, deine Sehnsüchte, deine Trauer und deine Schuld und vertraue IHM, dass Er dir Frieden, Heilung und Hoffnung schenken möchte. Er hat es versprochen!

Und wenn wir es nicht nur wissen, sondern es auch selbst erlebt haben, dass Gott alles neu macht, sind wir dazu eingeladen, schon jetzt Zeugen dieser Erneuerung zu sein, um andere zu ermutigen, auch diesen Schritt zu wagen. Wir dürfen Hoffnung statt Resignation leben, Versöhnung statt Vergeltung suchen und Gerechtigkeit, Liebe und Barmherzigkeit fördern.

„Siehe, ich mache alles neu“ … ist eine Verheißung für die Zukunft, aber auch für die Gegenwart, für dein und mein Leben! Denn Gott ist derselbe gestern, heute und morgen. Diese Worte geben uns Hoffnung, dass Veränderung und Erneuerung möglich sind; dass das Ende gut wird und das Neue heute schon beginnt.

 

Was nimmst du dir aus dieser Zusage für dein Jahr und deine Woche mit?

Wenn du jemanden zum Reden oder Beten brauchst, melde dich gerne bei uns oder besuche uns im nächsten Gottesdienst. Wir freuen uns auf dich!

Jahreslosung

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