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Die Stadtmission in Windhoek hat seit Januar 2025 einen neuen Pastor und eine neue Diakonin. Andreas vom Ende und seine Frau Steffi, sind am 1. Januar bei uns in Namibia angekommen. Ich habe mich mit ihnen zusammengesetzt, um zu erfahren, was sie bewogen hat, den Weg zu uns zu finden. Während wir uns unterhalten, strahlen Steffis Augen und sie bietet mir etwas Süßes an. Andreas, der freundlich lächelt, trinkt Tee, während Steffi ihren Kaffee genießt. Man spürt sofort, dass ihnen die Menschen wichtig sind; sie nehmen sich Zeit für ein gutes Gespräch und suchen immer wieder den Augenkontakt.

Redaktion: Andreas, du hast dich entschieden, nach Namibia zu kommen. War es ein langgehegter Wunsch oder eher eine spontane Entscheidung?

Andreas vom Ende: Weder noch! Der Wunsch nach einer Veränderung lag schon länger in mir und ich wollte wieder in den Gemeindedienst zurückkehren, um Gott und den Menschen mit meinen Gaben zu dienen. Dass es uns aber nach Namibia verschlagen hat, sehe ich als Gottes wunderbare Führung. Er möchte hier etwas Neues schaffen, und ich bin dankbar, Teil seines himmlischen Plans
zu sein.

Redaktion: Steffi, das klingt so, als hättest du dich deinem Mann angeschlossen. Aber wie war das für dich?

Stephanie vom Ende: Nein, wir spürten beide unabhängig voneinander den Wunsch nach einer Veränderung. Mich inspirierten dabei besonders einige Predigten und die Lebensgeschichte von Maria Prean, und ich bat Gott darum, mir zu zeigen, was ER Großes in meinem Leben tun kann, wenn ich mich IHM 100%zig zur Verfügung stelle. In mir wuchs die Sehnsucht, große Dinge mit Gott zu erleben, geistlich zu wachsen und nicht in den gewohnten Strukturen stecken zu bleiben. Die Entscheidung, nach Namibia zu kommen, war keine Entscheidung von meiner Seite, aber ich habe „Ja“ zu Gottes Weg gesagt und mich dazu entschieden, IHM zu vertrauen.

Redaktion: Andreas, du hast eine beeindruckende berufliche Laufbahn. Was hast du gemacht, bevor du zu uns gekommen bist?

Andreas vom Ende: Ich bin ausgebildeter Diplom Sozialpädagoge, Religionspädagoge und Gemeindediakon. Mein Weg führte mich unter anderem von der Kinder-, Teenager- und Jugendarbeit in die Suchtkrankenhilfe. Ich habe eine Suchtberatungsstelle geleitet und war als Fachreferent für Suchtfragen in verschiedenen Verbänden tätig, zuletzt sogar als Bundessuchtreferent. Vor Umzug nach Namibia war ich der Leiter einer stationären diakonischen Einrichtung für wohnungslose Menschen sowie von zwei ambulanten Diensten für Suchtkranke und Menschen in besonderen sozialen Lebenslagen.

Redaktion: Deine Laufbahn war also sehr sozial geprägt. Welche Faktoren haben dich dazu bewogen, schließlich Pastor zu werden?

Andreas vom Ende: Meine tiefe Liebe zu Gott und den Menschen, der Wunsch, ihm zu dienen und gehorsam zu sein, und die Bereitschaft, meine Gaben für ihn einzusetzen, waren entscheidend. Ich wollte meine Erfahrungen mit Gott teilen, auf sein Reden hören und seiner Berufung folgen. Es war das Erleben von Gottes wunderbarer Führung, die mich zu diesem Schritt bewegt hat.

Redaktion: Steffi, du bist ja auch Diakonin. Was waren deine beruflichen Stationen und welche Faktoren haben dazu geführt, dass du diesen Weg eingeschlagen hast?

Stephanie vom Ende: Wenn man es genau nimmt, habe ich drei berufliche Qualifikationen Erzieherin, Diakonin und Diplom Künstlerin. Ursprünglich wollte ich eigentlich nur Erzieherin werden, doch während meiner Ausbildung merkte ich, wie wichtig die christliche Komponente im sozialen Bereich ist ,und darum habe ich dann auch noch die Daikonenausbildung drangehängt. Ich wollte Menschen ein solides Fundament durch den Glauben anbieten. Mittlerweile habe schon in verschiedenen sozialen und diakonischen Bereichen haupt- und auch ehrenamtlich gearbeitet, als Erzieherin z.B. in einer Mutter Kind-Einrichtung, im Kindergarten und in den letzten 8 Jahren war ich in einem Privathaushalt in Teilzeit angestellt. Doch auch als Diakonin war ich in der sozial-missionarischen Kinder- und Jugendarbeit tätig. Es macht mir sehr viel Freude, mit Menschen zusammen zu arbeiten und biblische Inhalte auf kreative und anschauliche Weise erlebbar zu machen.

Redaktion: Ihr sprecht beide von Gottes Führung. Wie habt ihr gespürt, dass Gott euch speziell in die Stadtmission berufen hat?

Andreas vom Ende: Gott hat mir einen inneren Frieden geschenkt, der mich seinen Willen annehmen ließ. Er hat alle Hindernisse und Schwierigkeiten, die ich sah, in Täler verwandelt. Sein Zeitplan war perfekt und in jeder Hinsicht eine Punktlandung.
Stephanie vom Ende: Ich weiß nicht, was Gott sich dabei gedacht hat, aber er hat mich hierhergeführt und alle Hindernisse aus dem Weg geräumt. Ich bin mir sicher, dass er weiß, was er tut und wen er für eine bestimmte Aufgabe beruft. Hätte man mir vor zwei Jahren gesagt, dass ich nach Afrika ziehen würde, wäre ich wahrscheinlich ohnmächtig geworden! Im Rückblick sehe ich jedoch, wie Gott alles von langer Hand vorbereitet hat. Wenn man sich Gott ganz zur Verfügung stellt, kann man wirklich Einiges erleben.

Redaktion: Gibt es einen Bibelvers, der euch besonders prägt?

Andreas vom Ende: Es sind zwei Verse, die mich begleiten. Einer ist aus dem Missionsauftrag in Matthäus 28,20:

„Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende“. (LUT)

Dieser Vers motiviert mich schon mein ganzes Leben lang im missionarischen Dienst. Der andere ist aus Jesaja 43,19:

,,Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun! Es hat schon begonnen, habt ihr es noch nicht gemerkt? Durch die Wüste will ich eine Straße bauen, Flüsse sollen in der öden Gegend fließen.” (HFA)

Dieser Vers wurde mir in den letzten Monaten von Gott immer wieder unerwartet geschenkt. Gott bereitete alles vor und nun will er etwas Neues mit mir beginnen.

Stephanie vom Ende: Ja, der Vers aus Jeremia 33,3 bedeutet mir sehr viel:

„Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt.“ (LUT)

Gott hat durch diesen Vers mein Herz tief berührt und ich durfte erfahren, wie er mir seine Geheimnisse offenbart.

Auch Hebräer 11,6 ist mir wichtig, da er mich daran erinnert, dass ich allein
durch meinen kindlichen Glauben bedingungslos geliebt und angenommen bin.

,,Denn Gott hat nur an den Menschen Gefallen, die ihm fest vertrauen. Ohne Glauben ist das unmöglich. Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen.” (HFA)

Wir freuen uns sehr, dass Steffi und Andreas den Weg nach Windhoek gefunden haben. In den letzten Monaten waren sie bereits viel in unserem wunderschönen Land unterwegs und haben dabei schon vielen Menschen gedient. Ob bei den Farmgottesdiensten im Süden und Osten oder bei den Besuchen in den Seniorenheimen – sie dienen mit großer Begeisterung. Sie säen die Saat der Guten Botschaft und helfen Menschen dabei, Frieden zu finden: mit sich selbst, mit ihren Mitmenschen, aber vor allem mit Gott. Andreas und Steffi leben eine vorbildliche und lebendige Beziehung zu Jesus vor und begegnen Menschen, die in der Achterbahn des Lebens einen Moment der Ruhe finden möchten.

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