Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.
Jesaja 2,4
Liebe Freunde der Stadtmission,
Ein junger Schmied stand einst vor einer Herausforderung. In seiner Werkstatt lag ein altes, verrostetes Schwert aus blutigen Zeiten. Könnte man daraus noch etwas heilsames machen? Er brachte das harte Metall der Klingen im Feuer zum Glühen und fing an es neu zu formen. Unter seinen gezielten Hammer-schlägen verwandelte sich die scharfe, zerstörerische Waffe schrittweise in ein Werkzeug, das die Erde aufbricht, damit neues Leben wachsen kann. Transformation ist möglich – wenn das alte Material in die richtigen Hände gerät.
Der Monatsspruch für November trifft den Nerv unserer Zeit: „Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.“ (Jesaja 2,4)
Martin Luther King sagte einst: “Wahrer Friede ist nicht nur die Abwesenheit von Spannungen; er ist die Anwesenheit von Gerechtigkeit.“ Dort wo jeder zur Geltung kommt.
Wir leben in einer Welt voller innerer und äußerer Konflikte. Der moderne Mensch sehnt sich tief nach Geltung, Frieden, Ruhe und Gerechtigkeit – und erfährt doch täglich Anfeindung, Span-nung, Selbstbehauptung und Unsicherheit. Die drängende Frage lautet: Wie wird aus Feindschaft Versöhnung? Wie werden aus scharfen Worten und harten Herzen Werkzeuge der Hoffnung?
Gutmütige Vorsätze und politische Abkommen allein reichen nicht aus, um das menschliche Herz zu erneuern. Wahrer Frieden entsteht dort, wo die Macht der Sünde und Schuld gebrochen wird. Da entsteht wahre Gerechtigkeit.
Mit freudigem Segenswunsch, Harald Wenzel

